Wandern und Natur

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DER LÖWENZAHN


Foto: © Helga Gross/PIXELIO

Auf fast jeder Frühlingswiese steht er, der leuchtend gelbe Löwenzahn. Den gefährlich klingenden Namen hat er wegen der gezackten Form seiner langen Blätter. Kinder lieben ihn besonders als ausgeblühte Pusteblume. Bläst man kräftig in den runden Kopf, schweben die kleinen Schirme weit durch die Luft.
An den haarigen Flugschirmen hängen unten die Samen, aus denen wieder neue Pflanzen werden können. Das ärgert dann viele Hobbygärtner. Weil sich der anspruchslose Löwenzahn nur schwer aus Gärten vertreiben lässt, sehen sie ihn nur als zähes Unkraut. Aber damit tut man dem Löwenzahn Unrecht, denn diese Pflanze ist unglaublich vielseitig. Weil Löwenzahn so früh blüht, ist er wichtig für die Bienen, nach dem Winter können sie auf den leuchtend gelben Bienenweiden wieder Kraft tanken.

Vielseitige Pflanze

Als Heilpflanze wird sie bei Menschen als Appetitanreger und Mittel gegen Beschwerden mit der Galle, Leber und Niere eingesetzt.
Sehr beliebt ist der Löwenzahn auch in der Küche: Aus jungen Löwenzahnblättern lässt ein vitaminreicher Salat zubereiten.
Weil sie aber viele Bitterstoffe enthalten, mag nicht jeder diese herbe Delikatesse. Milder wird es, wenn man die Blätter vorher eine Weile in lauwarmes Wasser einlegt, die klein geschnittenen Blätter mit anderem Salat mischt und mit einer süßen Salatsoße anrichtet.
Zu viel sollte man davon aber nicht essen, denn die Löwenzahnblätter haben eine entwässernde Wirkung. Also lieber nicht abends essen.
Manche nennen die Pflanze deshalb auch „Pissblume“, „Bettsäscher“ oder „Bettpisser“. Und auch in Frankreich heißt der Löwenzahn „piss en lit“, was übersetzt soviel wie „Mach ins Bett“ heißt.


Foto: © berwis/PIXELIO

Überlebenskünstler

Fast überall kann der anpassungsfähige Löwenzahn gedeihen.
Er ist ein richtiger Überlebenskünstler, denn selbst in den engsten Ritzen findet er Platz und breitet seine Blätter rosettenförmig aus.
Der gelbe Blütenkopf besteht aus vielen kleinen Zungenblüten und wird von Hüllblättern umgeben.
Bei Sonnenschein sind die Blüten weit geöffnet.
Aber nachts, bei Regen und selbst wenn der Himmel nur bewölkt ist, schließen sich die Blüten und werden von den Hüllblättern bedeckt.
Achtet mal darauf, wenn das nächste Mal Wolken am Himmel aufziehen!

Gummi aus Löwenzahn

Die Blattstiele und Blütenstängel enthalten einen weißen, klebrigen Milchsaft. Er ähnelt dem Naturkautschuk,der in Südostasien aus dem Gummibaum gewonnen wird.
Und tatsächlich kann man aus dem zähen Saft ebenfalls Gummi machen.

Wissenswertes über den Löwenzahn könnt ihr hier ausdrucken.
Karlberg Gründel's 1. Europiade 2012 7. – 9. September Europiade 2012 www.valgardena.it Laib Medaillen Abzeichen Terminliste 2012 LogbuchDVV-Kurier IVV